Lena Zehringer wurde am 4.Mai 1972 in München geboren. Sie studierte am Central St. Martins College of Art in London, absolvierte ihr Bildhauereistudium bei Prof. Göbel an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale und ein Stipendium bei Michelangelo Pistoletto und der Philosophin Prof. Elisabeth von Samsonow an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seit 2006 arbeitet und lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Reichertsheim. Sie war von 2009 bis 2013 Mitorganisatorin und ausstellende Künstlerin bei den Thambacher Kunsttagen, und seit 2011 betreibt sie das Projekt ICH BIN DIE ANDERE gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Bildhauerin Franziska Lankes.

„Die Bildsprache, die ich in meinen Arbeiten verwende, ist eine verletzte, trotzige, aggressive. In meinem Alltag beschäftige ich mich mit den Schwierigkeiten, die mir meine Rolle beschert und ich kämpfe mit den feststehenden Bildern, die dann auch meine eigene Wahrnehmung bestimmen und sich scheinbar automatisch über mein Leben stülpen.“

„In meinen Arbeiten zeige ich, was ich lieber verbergen würde, die Übertreibung schützt mich. Ich lache darüber. Ich bin auf der Suche nach Wahrheiten. Welche meiner Aussagen könnten der Wahrheit näher kommen, als die über mich selbst? Ich konfrontiere mich und die anderen Betrachter mit meiner Ängstlichkeit und meinen Zweifeln. Der Zweifel steht zwischen der Feigheit und dem Mut. Ich suche die Schönheit in der Antischönheit. Ich kämpfe mit dem Alltäglichen. Bei mir gibt es keine Heldinnen. Aber der zärtliche Umgang mit dem Besorgniserregenden und der Antischönheit, der könnte mutig sein.“

 

Ausstellung: PHILOMENA – Göttlich Künstliche Kunst