1947 in Bad Tölz geboren
1964–77 Kaufmännische Ausbildung und Tätigkeit
1977 Steinmetzlehre
1979–86 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, München Meisterschüler Prof. Erich Koch
1986 Gründung der »Werkstätten Bereiteranger 15«
Seit 1986 lebt und arbeitet Josef Lang als freischaffender Bildhauer in München und Denklingen (Kreis Landsberg a. Lech)

Auszeichnungen und Stipendien

1985 Stipendium Accademia di Carrara
1987 Stipendiatenausstellung Accademia di Carrara in Ingolstadt
1987 Arbeitsaufenthalt Villa Azad, Rom
1998 Kunstpreis der Sparkasse Nördlingen
2007 Preis des Kunstvereins beim 9. Kunstfrühling Bad Wörishofen 
2009 Hubert-von-Herkomer Kunst- und Kulturpreis Landsberg am Lech
2011 Kunstpreis der Stadt Bad Wörishofen beim 11. Kunstfrühling
2015 Ehrenpreis des Kunstvereins Bad Wörishofen beim 13. Kunstfrühling

Die Figuren von Josef Lang wirken wie Betrachter ihrer Umwelt, die Raum, Zeit und Schicksal mit den Menschen in ihrer Umgebung teilen, versunken in einer Selbst- und Weltbefragung. Es sind nicht Skulpturen im eigentlichen Sinne, die als autonome Plastik ein Eigenleben führen, sondern werden unauffällig Teil der Gemeinschaft von Menschen, die um sie leben. Sie sind mehr verborgene Chiffre, formelhaft reduziert auf eine Gebärde, welche der monochrome Farbüberzug oder die Materialfarbe unterstreicht. Es sind Menschen ohne Posen mit Gesten der Verwundbarkeit, kein selbstbewusstes sich zur Schau stellen. Sie fallen auf durch eine gewisse Masse, die ihnen Standkraft verleiht. In ihrer Schutzbedürftigkeit werden sie nahbar und ansprechbar. Sie scheinen mit ihrem Aufstellungsort zu verwachsen, und manchmal hat man das Gefühl, sie waren schon immer da.

Text: Christian Burchard, Kunsthistoriker, Fachhochschule München, Lehrstuhl für Ästhetik und Gestaltpsychologie

 

Ausstellung: What are they doing in there ??