Ivana Barták, 1943 in Prag geboren und 2021 unerwartet verstorben, emigrierte 1968 nach Deutschland. In München studierte sie an der Meisterschule für Mode, Illustration und Werbegrafik. 1972 gründete sie mit ihrem Ehemann ein Zeichentrickstudio. Sie malte künstlerische Filme, gestaltete außerdem Film- und Werbefiguren, illustrierte Kinderbücher, stellte Künstlerpuppen her und entwarf Kindermöbel und –spielzeug.

In den 80ern entstehen erste freie künstlerische Arbeiten wie Skulpturen und Bilder, mit denen sie schon früh in mehreren Galerien und Museen im In- und Ausland vertreten war. Die zumeist aus Pappmaché und Holzleim gefertigten Figuren entfernen den Betrachter mit der schier spürbar gemachten Freude der Lebenskraft, dem „élan vital“, von der Profanität des Daseins.

Die einzelnen Gebiete des künstlerischen Schaffens dieser Künstlerin sind ineinander verwoben, verschlungen in Technik und Ausdruck, schöpfen ihre Energie aus einer bereiten Skala der Erlebniswelt, von intimer Meditation bis zum Spielerischen. Insbesondere in den Gemälden von Barták beobachten wir einen so arglos leichten fließenden Wechsel aus einem zweidimensionalen Bild in ein dreidimensionales Relief, so dass sich der luftige Übergang zur Raumform der Plastik kaum merklich vollzieht.

 

Ausstellung: What are they doing in there ??