Clemens Weiss wurde 1955 in der Nähe von Düsseldorf geboren und studierte in den Jahren 1974–1984 Philosophie, Kunst, Medizin und erhielt eine technische Ausbildung. Gleichzeitig arbeitete er aber schon hauptsächlich als Künstler.

Nach einer Vorbereitung einiger Werkblöcke in Europa in Ateliers in Krefeld, Mönchengladbach und Wien siedelte er 1987 nach New York um und begann seine Ausstellungstätigkeit in der Ronald Feldman Gallery und der Anderson Gallery, dem Museum der University of Virginia.

Seitdem sind seine oft großen Installationen in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen  in Museen und Galerien sowohl in den USA als auch in Europa zu sehen. Dazu zählen die Ronald Feldman Gallery in New York, das Nationalmuseum in Berlin (Das XX. Jahrhundert, 100 Jahre Kunst in Deutschland 1999/2000), die Joseph Haubrich Kunsthalle in Köln und das Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen.

Die Installationen von Clemens Weiss werden oft als Ausdruck und Entdeckungen von komplexen Strukturen oder Themen gesehen. Segmente dieser Installationen enthalten oftmals unzählige individuelle Zeichnungen, Schriften, Objekte, Bilder, Skulpturen und andere Kunstwerke.

Im September 1996 wurde seine Arbeit Sculpture Regarding Non-Proliferation of Atomic Weapon, als offizielles Staatsgeschenk der Bundesrepublik Deutschland an die Vereinten Nationen in Genf übergeben.  Anlass waren die Verhandlungen über die Beendigung der Globalen Atomtests. Diese Skulptur enthält 42 der wichtigsten Texte und Informationen des Nuklearzeitalters, inklusive aller Internationalen Nuklearverträge, Geheimer Militärstudien und der Redes des Künstlers, die er vor den Delegierten der Nuklearen Abrüstungskonferenz persönlich gehalten hat.

Clemens Weiss agiert auch als Kurator Transatlantischer Kunstprojekte wie der New York Edition 1991 des Juni Verlages in Mönchengladbach, der American Box 1997 für die Galerie Schröder, Köln, und der Denver Box 2009 für die RedLine Foundation in Denver/Colorado.

Weiss  hat zahlreiche Künstlerbücher geschaffen wie die Die Klage der Kunst (erschienen im Juni-Verlag 1990), auf dem ein Theaterprojekt basiert. (Welturaufführung: Ensemblia 1997 in Mönchengladbach und in einer neuen Version in Stolberg und Aachen in 2011).

Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Folkwang Museum in Essen, der Deutsche Bank Collection und dem Pushkin Museum in Moskau.

Clemens Weiss lebt und arbeitet in New York City.

 

Ausstellung: What are They doing in there ??